Irgendwann wird Bratislava Petržalka am Zug anhalten. Die Landschaften werden am Fenster vorbeigezogen. Die Maschinen der Lokomotive exekutieren die Bewegung wie errechnet, der Zugführer braucht nur zu überwachen. Ein Mitreisender hinter mir legt sich über zwei Sitze und schläft. Eine andere drei Reihen vor mir auf der gegenüberliegenden Gangseite öffnet ihren Laptop und scheint zu arbeiten.
Klack, klack, klack.

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Die Tür des Friseursalons war von innen versperrt. Die Ladenbesitzerin erkannte Pavel, sperrte auf und fragte, ob er derjenige sei, der um sechzehn Uhr einen Termin habe. Pavel verneinte. “Wie immer?”
Pavel nickte.
“Dann kommen Sie, so viel Zeit habe ich schon noch.”
Die Friseurin wies ihm um fünfzehn Uhr siebenundvierzig den Weg zum Stuhl.
An diesem Tag bemerkte Pavel, dass die Friseurin nicht besonders freundlich war. Das störte ihn nicht, er wusste, dass sie ihre Arbeit genau und detailverliebt verrichtet.
Sie ließ die Tür unversperrt und legte sich Scheren, Rasierer, die Pumpwasserflasche zurecht, zog Pavel den Friseurumhang über.
“Wie lange heute?”

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1.
Der Bademeister versucht zwei Buben streng daran zu erinnern, dass sie gefälligst auf ihre Mutter hören sollen und mit dem Streiten aufhören mögen. Die Kinder ignorieren die Ermahnung gebührlich. Erst ein durch Mark und Bein dringendes
Dosť!
beendet den Streit. Aber auch erst, nachdem der Jüngere seinem älteren Bruder schnell noch nachwerfen kann.
Die Mutter und ihre beiden Buben treffen sich oft im “Tehelko” mit einer Freundin und ihrem Sohn. Ich bin auch dazugestoßen, stelle eine freie Liege dazu.

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Kurzbein
Ein “Kurzbein” nennt mich der junge Mann in der blauen Badehose! Ich überlege, ob ich ihn in einem unbeobachteten Moment ins Wasser stoßen soll, nehme von diesem Gedanken aber schnell wieder Abstand. Ich arbeite seit elf Jahren als Bademeister, aber mich als “Kurzbein” zu bezeichnen, das hat noch niemand gewagt. 
In meiner Arbeit haben sich heute zwei Kollegen krank gemeldet, ich muss mit einem anderen Kollegen auch die Arbeit der beiden anderen übernehmen. Es sind exakt dieselben Schwimmbecken, aber das Freibad selbst ist an einem anderen Ort, der mir an dieser Stelle unbekannt ist. 

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Ankunft
Autobus Nummer 40 fährt am Bahnhofsvorplatz ein und hält 47 Zentimeter entfernt von der Gehsteigrandkante. Ein Mann mit schwarzem Vollbart drückt ein paar Mal aufgeregt auf den Türtaster, springt im Moment aus dem Bus heraus, in dem die Tür sich weit genug geöffnet hat. Er stolpert beinahe, weil er den Spalt nicht beachtet und hastet. Etwas seitlich und dahinter ein zweiter Mann mit kräftigerem Körperbau und Kopfhörern. Er fixiert den Spalt, setzt einen Schritt darüber, richtet seine Kopfhörer ein. Die Ausgestiegenen werden am Bahnhofseingang komprimiert und schieben ihre Körper dichter gedrängt in die Halle.

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